Von Luxemburg nach Cousance , Frankreich

18.Dezember 2018

Die erste Nacht auf der großen Reise liegt hinter uns. Es war eine ruhige Nacht, bis auf den Regen, der mich hin und wieder wach gemacht hat. Aber irgendwie war es im BonnyMobil auch recht kuschelig und gemütlich. Da wir ja Strom hatten, konnte auch mein kleiner Heizlüfter seinen Dienst antreten.

Ein bisschen Frühstücken im BonnyMobil, ein bisschen Gassi gehen, diesmal ohne Regen und dann geht es weiter.

Die nächste Etappe ist die Ecke um Besancon in Frankreich. Von Wasserbillig

aus sind das etwa 360 km. Da ich ja nicht so genau weiß, wie ich durchkomme, schaue ich mal, wie weit wir am Ende kommen. Ich möchte versuchen, nicht mehr als 4 Stunden täglich zu fahren. Zum einen möchte ich Bonny nicht zu viel zumuten und zum anderen will ich ja auch noch etwas sehen und die Orte ein bisschen erkunden. Der Weg ist das Ziel. Schließlich ist es ja auch für mich alles Neu. In Paris war ich schon einige Male. Hab da mal irgendwann geheiratet. Aber ansonsten kenne ich nichts von Frankreich und das soll sich ja ändern.

Ich hätte nicht gedacht, wie schnell wie Luxemburg schon wieder verlassen. Luxemburg ist wirklich klein. Von Wasserbillig zur französischen Grenze sind es gerade mal etwa 50 km Luftlinie. Einmal Gas gegeben… und schon heißt es Viva la France!

Das Team BonnyMobil will ja, so gut es geht, alle Mautstraßen umfahren. Das klappt auch ganz gut. Mein Navi bringt uns sicher durch die Vogesen ins Jura und die Landschaft ist wirklich schön. Es geht durch kleine, verschlafene Dörfer und Weinbaugebiete. Es gibt einiges zu sehen, und schon merke ich, das mir etwas fehlt. Eine Dashcam wäre toll. Leider kann ich ja nicht überall anhalten, um Fotos zu machen. Und das ärgert mich gerade ein bisschen.

Trotz dem einen oder anderen Stop, um Bonny ein bisschen Bewegung zu gönnen, kommen wir wirklich gut voran. Besancon haben wir schon hinter uns gelassen, und ich habe einen richtig schönen… und kostenlosen… Stellplatz gefunden. Der liegt in der kleinen Gemeinde Cousance im Departement Jura, etwa 100 km hinter Besancon Ich wusste, das es in Frankreich viele kleine Gemeinden gibt, die Übernachtungsplätze für uns Camper anbieten. Meistens ohne Stromanschluss, aber mit Frischwasser und Stellen, wo man Mrs. Porta Potti entleeren kann.

Ich denke, das wir hier eine ruhige und angenehme Nacht haben werden. Natürlich hab ich auch immer ein kleines bisschen Angst, das wir hier gestört werden. Mir wurden ja viele Geschichten erzählt von Überfällen , Raub und solche Dinge. Aber irgendwie bin ich sicher, das wir hier Sicher sind. Und ich lerne, auf mein Bauchgefühl zu hören. Wenn ich mich nicht Sicher fühlen würde, würde ich ohne zu Überlegen weiter fahren. Ich will das Team BonnyMobil nicht in Gefahr bringen,

Ich denke, das die Gefahr auch in den Großstädten liegt. Und die werden wir definitv umfahren. Zum einen mag ich keine Großstädte und zum anderen ist es mit dem BonnyMobil eh ein Problem, denn so richtig einparken kann ich leider nicht. Insbesondere mit Rosinante, meinem treuen E-Bike hinten drauf. Und Bonny mag auch keine Großstädte. Also besteht für das Team BonnyMobil keine Gefahr.

Auch heute werden wir noch einen kleinen Spaziergang unternehmen. Bonny möchte laufen und auch ich will meinen neuen Schlafplatz erkunden. Viel zu sehen gibt es hier nicht. Einen kleinen Spielplatz, ein Bouleplatz und ein paar Sitzgelegenheiten liegen unmittelbar in unserer Nähe. Wohnhäuser gibt es ebenfalls um unseren Schlafplatz herum. Das Team BonnyMobil steht zwischen

einem andern Van und einem Wohnmobil, beide aus Frankreich. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, das dort ebenfalls Durchreisende übernachten. Ich denke eher, das es sich um abgestellte Wagen handelt. Aber gut.. Das BonnyMobil steht in der Mitte und irgendwie habe ich ein gutes Gefühl, hier zu übernachten.

Somit macht das Team BonnyMobil es sich gemütlich und freut sich auf Morgen, wenn es weiter geht in Richtung Süden.

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