Von Cousance nach Les Granges – Gontardes, Rhone – Alpes, Frankreich

19. Dezember 2018

Diese Nacht habe ich doch ganz gut geschlafen. Wobei ja heute ein besonderer Tag ist. Ich freue mich und ich bin aufgeregt. Heute treffe ich meinen Mitreisenden für die nächsten Tage. Wir haben uns schon vor einigen Wochen in der Wohnmobil Spanien Facebook Gruppe kennengelernt. Er kommt aus der Schweiz, und möchte auch in Spanien überwintern. Allerdings nicht zum ersten Mal. Er hat diese Reise schon öfter gemacht und mir im Vorfeld auch gute Tipps gegeben. Da er Rollstuhlfahrer ist, und ein paar Probleme beim Tanken hat, und ich ja noch sehr Unsicher in allem bin, ist das eine Win – Win – Situation. Ich helfe ihm beim Tanken, und er bringt mich sicher bis vor Valencia. In Torre de Sal, etwa 50 km vor Valencia, hat er sich bis März auf einem Campingplatz eingebucht.

Wir haben alles besprochen. Er weiß, das ich keine Mautstrassen fahren möchte, und auch keine teuren Campingplätze für unsere Übernachtungen buchen will. Und er ist einverstanden. Wir haben auch besprochen, das wir uns nicht hetzen möchten, und alles schön langsam angehen. Auch das passt ihm, da er erst am 25. Dezember in Torre de Sal erwartet wird.

Und heute wollen wir uns auf einem Weingut in der Nähe von Montelimar treffen. Ich freue mich total auf dieses Kennenlernen. Was ich so von ihm gehört habe, in den letzten Wochen, ist er ein netter Kerl.

Noch ist es dunkel und regnerisch draußen. Das Thermometer zeigt gerade mal 4 Grad. Aber es ist noch früh, und bis zum Sonnenaufgang um kurz nach 8 Uhr dauert es noch ein wenig. Also erst mal Kaffee kochen. Heute mal Handgebrüht, da ich ja kein Strom habe. Irgendwie hätte ich ja doch gerne noch eine kleine Italienerin, diesen Esspressokocher. Aber ich habe Filter und auch ein Presskanne ist mit dabei. Das wird auf jeden Fall reichen.

Ich freue mich auch auf die heutige Etappe. Es geht an der Rhone entlang und ich habe gehört, das es eine wunderschöne Ecke sein soll. Bin gespannt.

Wir haben es geschafft, und sind an dem Weingut Le Dome D’Elyssas in Les Granges – Gontardes , einem keinen Dorf im Departement Dróme in der Region Auvergne- Rhóne- Alpes angekommen.

Die Fahrt hier hin war landschaftlich wirklich schön. Die Rhóne ist ein toller Fluss und ich könnte mir wirklich vorstellen, hier mal im Sommer ein paar Tage zu verbringen und mir die Umgebung genauer anzuschauen. Das Wetter heute war leider eher enttäuschend. Regen, Regen, Regen…. die ganze Strecke. Schade… Aber noch bin ich nicht im Süden!

Als ich allerdings hier ankam, hörte der Regen auf, und die Sonne zeigte sich. Wenn das mal kein Gutes Omen für die kommenden Tage ist….

Unser Schweizer Reisebegleiter wartete schon auf uns. Er ist schon gestern angekommen, hat schon alles geregelt und auch den Schlüssel für den Stromanschluss für mich besorgt. Wirklich Nett von ihm. Also erst mal parken und einrichten. Das mit dem Parken ist gar nicht so einfach. Da es hier auch seit Tagen geregnet hat, ist der Boden aufgeweicht und matschig. Aber mit Hilfe von einem anderen netten Franzosen, haben wir es geschafft, das BonnyMobil halbwegs vernünftig und Trocken zu platzieren. Ja, jeden Tag lerne ich mehr, mit dem BonnyMobil umzugehen.

Da ja mittlerweile die Sonne herausgekommen ist, und der Tag sich ja nun auch langsam dem Abend nähert, machen mein Schweizer Reisebegleiter und das Team BonnyMobil uns auf dem Weg, das Dorf und das Weingut zu erkunden. Es gefällt mir hier… ganz enge Gassen, alte, windschiefe Häuser, die Geschichte ausstrahlen und bestimmt viel zu erzählen haben und ein wunderschönes Licht, das jeden Maler und Fotografen erfreuen würde. Ich bin begeistert. Und mein Erster, richtiger Sonnenuntergang in Frankreich. So etwas nenne ich einen schönen Tag. Was es in diesem Dorf nicht gab, war ein kleines Geschäft, in dem unser Reisebegleiter ein kleines Abendessen für uns besorgen wollte….aber kein Problem … das Team BonnyMobil ist so gut sortiert, das ich wahrscheinlich genug Lebensmittel eingepackt habe, um das ganze 600 Seelendorf zu verköstigen! Es gibt Käse, Brot, ein paar Antipasti und natürlich …ganz Stilecht… einen köstlichen Rotwein vom Weingut.

Da wir ja morgen schon weiter fahren möchten, hat das Team BonnyMobil sich auch zeitnah verabschiedet und genießt jetzt noch ein bisschen Ruhe im BonnyMobil.

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