Von Castellon de la Plana nach Elche zur J & B Ranch

4. Dezember 2019

Irgendwann ist auch die schlafloseste Nacht vorbei und ein neuer Tag beginnt. Es regnete noch immer, aber der Sturm hat ein bisschen an Kraft verloren.

Müde, frustriert, kalt und feucht gab es erst einmal einen großen, heißen starken Espresso für das zweibeinige Teammitglied. Irgendwie ist dieses Wetter in unserer Planung gar nicht vorgekommen und dementsprechend ist meine Stimmung. Bonny hingegen ist wie immer gut gelaunt und freut sich auf die morgendliche Gassirunde.

Beim öffnen der BonnyMobil Schiebetür allerdings weigerte sich meine Hundedame auch nur einen Schritt nach draußen zu machen. Mit Recht, wie ich Sekunden später feststellen musste. Das Wasser stand Knöcheltief. Alles war überflutet. Ok.. erst einmal tief durchatmen, Bonny auf den Arm und rein. Frauchen kann sich getrost nasse Füße holen. Hauptsache Bonny bleibt trocken!

Nach ein paar Metern durch den kleinen See konnte dann auch Bonny an einer höher gelegen Stelle ihr kleines Geschäft erledigen. Bei den Wassermassen fielen die paar Tropfen dann auch gar nicht mehr auf. Zurück das gleiche Spiel. Die vierbeinige Diva wollte getragen werden und das Frauchen trockene Socken.

Das und der weitere, ausgiebige Regen gab uns dann den Rest. So macht es keinen Spaß. Aber da mussten wir jetzt einfach durch. Bei einem weiteren Espresso und einer ausführlichen Unterhaltung mit Frau Google über die weitere Wettersituation, war klar… hier wollten wir nicht bleiben. Allerdings war Frau Google der Meinung, das es nichts nützt, nur in den nächsten Ort zufahren. Die Regenfront zog sich einige Kilometer in den Süden.

Aber erst mal wollte das Team BonnyMobil nichts lieber, als diesen nassen und trostlosen Ort verlassen. Es gab ja noch den einen oder anderen Ort, den wir uns wirklich gerne angeschaut hätten, und auch an der Küste entlang zu fahren fand das zweibeinige Teammitglied mit nassen Füssen nicht wirklich sinnvoll.

Also konnten wir uns auch gleich auf den Weg zur J & B Ranch nach Elche machen. Die 300 km würden uns aus dem Regen bringen und auch mein Stromproblem lösen. Das BonnyMobil würde eher die Solaranlage bekommen und irgendwie war das ja sowieso unser nächstes größeres Ziel.

Aufgrund der überschwemmten Straßen musste das zweibeinige Teammitglied auch mal ihre Prinzipien über den Haufen werfen. Ich hatte keine Lust, durch die Dörfer und über überflutete Nebenstraßen zu fahren und das Team BonnyMobil wohl möglich noch in Gefahr zu bringen. Ich bin auch immer noch nicht wirklich sicher, ob das BonnyMobil schwimmen kann.

Also beschloss ich, in den sauren Apfel zu beißen, und ein Stück über die Mautautobahn zu fahren. Sicher ist sicher! Allerdings ließ der Regen nach einigen Kilometern schon nach, so das wir nur zwei Mautstellen passierten und dann unserem Navi wieder sagen konnten, das es doch bitte diese blöden Mautstraßen vermeiden soll. Und da es ja nur zwei Mautstationen waren, bereuen wir nichts!

Irgendwie hatte ich das Gefühl, das die Schlechtwetterfront mit uns reist. Aber nach etwa 200 km hat die aufgegeben und wir haben sie abhängen können. Vor uns lag das erhoffte Land der Sonne.

Am frühen Nachmittag kamen wie dann auch mit endlich wieder trockenen Schuhen an der J & B Ranch bei Elche an. Am Tor wurden wir sofort von Buddy, Jasmin und Grappa, den drei Hunden der Ranch und von Bernd, dem Chef des ganzen, begrüßt.

Bonny, schon ganz aufgeregt wegen der vielen neuen Kollegen, hörte nur…“ Lass sie ruhig laufen. Hier kann nichts passieren. Ist alles abgesperrt“ … und mein Hundemädchen war im Hundeparadies. Erst mal wurden die neuen Freunde begrüßt und Frauchen und das BonnyMobil waren plötzlich absolut uninteressant.

Das BonnyMobil steuerte dem ihm zugeteilten Platz an und vom Chef gab es eine Einweisung in Sachen Grappa. Diese Hundelady hat es nämlich faustdick hinter den niedlichen Öhrchen und klaut alles, was geht. Also nichts stehen lassen, alles in Sicherheit bringen und niemalsnicht füttern. Wobei sie mich mit ihren hübschen Augen anschaute und so tat, als könnte sie kein Wässerchen trüben.

Nach dem 2 Drittel vom Team BonnyMobil sich häuslich eingerichtet haben, wollte ich auch das dritte Drittel des Teams wieder sehen. Als ich nach meiner Hundedame rief, standen plötzlich 3 Bonny´s vor mir. Unerwartet scheint hier ein Bonny – Treffen stattzufinden, denn obwohl alle ganz verschieden sind, tragen doch alle den gleichen Namen!

Dem Team BonnyMobil gefällt es auf der Ranch. Die Anlage ist wirklich liebevoll gestaltet und jeder erkennt sofort, das Bernd und Jens viel Liebe hier investiert haben. Es gibt alles, was das Camperherz erfreut. Eine Dusche mit richtig heißem Wasser, eine Waschmaschine, Entsorgung, und auch Wlan. Und ganz frische Eier von den Rancheigenen Hühnern sind im Angebot.

Wir halten es garantiert hier ein paar Tage aus und freuen uns, nun mal ein bisschen Ruhe genießen zu können. Auch die Nachbarn sind wirklich nett. Die meisten kennen sich scheinbar schon viele Jahre und treffen sich immer wieder hier.

Das Team BonnyMobil kommt hier voll auf ihre Kosten. Bonny genießt ihre Freiheit mit den vielen Hundekumpeln, ich komme endlich wieder mal zum ausgiebigen Lesen, und am BonnyMobil wird ab morgen gebastelt.

Bei der Ruhe hier werden wir bestimmt richtig gut schlafen!

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