Lange erwarteter Besuch und ein toller Tag am Strand

  1. Mai 2021

Eine spannende und schöne Woche liegt hinter dem Team BonnyMobil.

Am Anfang der Woche hatten wir ja Besuch von lieben Bekannten aus Deutschland, mit denen ich nun fast ein Jahr per WhatsApp und Telefon kommuniziert habe, wir uns aber nicht persönlich kannten. Leider konnten wir nur ein paar Stunden zusammen verbringen, da unsere beiden Ferienwohnungen bereits vermietet waren und sie in einem anderen Ort Quartier bezogen haben.

Ich habe mich so gefreut, sie endlich kennen zu lernen und ich war absolut nicht enttäuscht. Ein tolles Paar und richtig liebe Menschen. Natürlich wusste ich ja schon vorher dass die Beiden Klasse sind.

Wir verbrachten einen richtig schönen Tag miteinander. Da Beide die Costa Calida noch nicht kannten, musste ich ihnen natürlich auch meine Lieblingsstrände Playa Carolina und Playa Las Palmeras zeigen, an denen ich ja fast 4 Monate gewohnt habe, zeigen.

Ich war ein wenig irritiert, nicht ein Wohnmobil dort zu sehen. Erst vor einigen Tagen bekam ich die Nachricht, das der Playa Las Palmeras voll mit Campern ist. Erst bei einem Spaziergang im hinteren Bereich des Strandes sah ich, das der ganze Strand mit Metallgittern und großen Barrieren abgesperrt wurde. Auch im vorderen Bereich sah ich Flatterband, welches mit Steinen beschwert wurde, so das man nicht mehr auf die Klippe fahren kann. Selbst PKW´s dürfen dort nicht mehr hin.

Es war ein merkwürdiges Gefühl, den Strand so einsam und verlassen zu sehen und erinnerte mich sehr an den schrecklichen Beginn der Coronapandemie im März 2020. Auch da war der Strand plötzlich und über Nacht leer und trostlos. Da hoffte ich noch so sehr, das alles schnell vorbei ist und ich meinen Lieblingsstrand nie wieder so sehen muss. Jetzt habe ich die Hoffnung, das die Sperrung nur vorübergehend ist und das Team BonnyMobil im nächsten Herbst und Winter mal wieder eine Nacht dort verbringen kann. Ein bisschen vermisse ich ja schon das Rauschen der Wellen beim Einschlafen und den ersten Kaffee morgens am Strand.

Auf der anderen Seite in Murcia am Playa Carolina standen einige Wohnmobile. Nicht so viele, wie ich erwartet habe, aber 6 Mobile und Van´s waren es trotzdem. Es waren Franzosen, Spanier, Belgier und auch ein Deutsches Paar, die sich dort häuslich nieder gelassen haben. Aber auch dieser Strand war für die Jahreszeit sehr leer. Das Chirinquito hingegen war voll. Dort haben wir dann auch eine Kleinigkeit gegessen.

Es war eine Premiere für mich, in dieser Strandbar zu essen. Noch nie habe ich die Bar geöffnet erlebt. Allerdings habe ich im Winter oft auf der Terrasse gesessen und meinen mitgebrachten Kaffee getrunken. In Ermangelung an geöffneten Cafes wird so ein Kaffeejunkie wie ich eben erfinderisch!

Nach unserer Rückkehr gab es dann noch ein spontanes Barbecue mit der gesamten Fincagemeinde, bevor die Beiden wieder die Rückfahrt antreten mussten.

Ich hoffe, das ich meine Bekannten bald wieder sehen werde und wir auf der Finca zusammen noch ein paar schöne Tage verbringen werden .

Der Rest der Woche verbrachte ich vormittags im Gebüsch, Unkraut ziehen. Mittlerweile räume ich diesen Bereich zum dritten Mal in diesem Jahr, aber wenn ich damit fertig bin, haben wir erst einmal ein paart Monate Ruhe. Die Sommer auf der Finca sind sehr trocken und das kommt mir zu Gute. Dann macht auch das Unkraut mal eine Pause und das Team BonnyMobil kann sich tagsüber den schönen Dingen des Finca – Lebens widmen. Aber noch ist es nicht so weit. Ein paar Tage dauert es aber noch, bis alles gezupft ist.

Noch ist es im Rosengarten sehr leer. Nur unsere Langzeitgäste stehen noch dort. Heute aber erwarten wir neue Gäste, die auch wieder länger bleiben möchten. Es ist immer wieder schön, neue Gäste begrüßen zu dürfen. Sie kommen als Fremde und gehen als Freunde.

Meine guten Vorsätze habe ich bis jetzt gut eingehalten. Ich habe mich mit der spanischen Sprache beschäftigt, habe relativ gesund gelebt und Alkohol gemieden. Wobei meine Waage das alles noch nicht zu würdigen weiß. Aber ich bin auf einem guten Weg. Woran ich dringend noch Arbeiten muss, ist meine Bewegung. Nur Unkraut zupfen ist da nicht wirklich effektiv. Aber auch das bekomme ich noch in den Griff.

Was meine Freude am Finca – Leben ein bisschen trübt ist die Sehnsucht nach meinen deutschen Freunden und nach meiner Familie. Ich vermisse sie schon wirklich sehr. Meine Tochter wird mich allerdings im September besuchen und dann auch 4 Wochen bei mir bleiben. Meine beste Freundin Sophie kann ich aber nicht überreden, mich hier zu besuchen. Sie hat Verpflichtungen und Haustiere. Außerdem mag sie die Wärme nicht so sehr. So lange habe ich sie nun schon nicht mehr gesehen und sie fehlt mir. Natürlich telefonieren wir. Das hilft schon sehr, aber ich würde sie auch sehr gerne wiedersehen.

Wir sind mittlerweile über 20 Jahre befreundet und sie ist eine meiner engsten Vertrauten. Wir haben viel miteinander erlebt und nicht nur schöne Dinge gemeinsam gemeistert. Ich hoffe sehr, das es nicht mehr allzu lange dauert, bis wir zusammen wieder mal einen Kaffee trinken werden.

Trotzdem bereue ich meine Spanien – Entscheidung nicht. Der Plan, hier zu bleiben war gut und richtig. Ich fühle mich hier wohl. Ich denke, dass ich es hier meistern werde.

In den nächsten Wochen liegen ein paar wichtige Dinge an, die ich bis jetzt immer hinausgeschoben habe. Aber nun ist es an der Zeit, diese auch anzugehen.

Zum einen muss ich mich um mein BonnyMobil kümmern. Seit einiger Zeit macht meine alte Transe merkwürdige Geräusche. Dank einer Bekannten aus Österreich, die hier in der Nähe lebt, habe ich eine Werkstatt in Aguilas… etwa 25 km entfernt, gefunden, die mir vielleicht helfen können.

Dann muss ich schauen, das ich hier in Spanien geimpft werde. Das soll wohl möglich sein. Zudem ist auch wieder mal ein Check meiner Gesundheit nötig. Das letzte Blutbild ist ja schon lange her. Für mich heißt das, ein paar Stunden in der Ambulanz im Krankenhaus warten und hoffen, das es dort jemand gibt, der mich versteht. Mit ganz viel Glück spricht jemand Englisch.

Einen Zahnarzt der englisch spricht, habe ich mittlerweile gefunden. Da wird in den nächsten Tagen ebenfalls ein Termin gemacht.

All diese Sachen sind nicht unbedingt eine Freude und auch in meinem alten Leben in Deutschland habe ich diese Dinge immer gerne nach Hinten verschoben. Aber es muss ja sein. Und wenn ich das alles erst einmal erledigt habe, weiß ich auch, das es mir danach besser geht. Es macht ja schon ein schlechtes Gewissen, Dinge immer vor sich her zu schieben.

Aber jetzt genieße ich erst einmal diesen Tag. Heute ist der wichtigste Tag meines Lebens…. Das Gestern kann ich nicht mehr ändern und was der morgige Tag bringt, kann ich heute noch nicht wissen.

3 Meinungen zu “Lange erwarteter Besuch und ein toller Tag am Strand

  1. Liebe Judith! Vor kurzem habe ich etwas über den Leptinspiegel gelesen und das Leptin im Fettgewebe gespeichert oder gebildet wird, so genau weiß ich leider nicht mehr. Es ging aber wohl darum dass man als Vollweib oder Mann deswegen dann kein oder ein gestörtes Sättigungssystem hat und mehr Hunger. Vielleicht hilft das. Liebe Grüße aus Bochum 🙂

    1. Danke für den Tipp…aber Hunger ist das nicht. Eher Lust ….oder besser gesagt….es gibt soooooo viel köstliche Dinge hier, und unsere Gäste sind alle Gourmets und Feinschmecker …und da fällt nicht naschen schwer…..

  2. Wir beneiden dich trotz allen Widrigkeiten.
    Nächste Saison bleiben wir auf jeden Fall ohne nach Deutschland zu fahren. So Gott will.
    Freuen uns dann dich wieder zu sehen

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