Alltag im Heimathafen

Alltag im Heimathafen

63. Tag im Heimathafen, in der Villa Chaos

Langsam aber sicher lichtet sich das Chaos im Heimathafen. Perfekt werde ich die Villa Chaos wohl niemals hinbekommen, aber ich bin ja schon zufrieden, wenn alles halbwegs vernünftig läuft.

Eigentlich brauche ich den einen oder anderen Handwerker für die Villa Chaos. Mein Badezimmer braucht einen neuen Wasserkasten für die Toilette, der Rest muss renoviert werden. Die Terrasse braucht ein neues Dach, der Garten muss gemacht werden, in der Küche muss ein neuer Teppich verlegt werden, alle Fenster müssten erneuert werden und das ganze Haus müsste ordentlich gedämmt werden. Mir fallen noch tausend andere Dinge ein..

Grob überschlagen müsste ich mal eben lockere 20 000 Euro investieren, um alles halbwegs zu richten. Wenn ich es so herrichten würde, das es für mich perfekt ist, bräuchte ich wahrscheinlich 500 000 Euros. Aber natürlich habe ich die ganzen Euros nicht. Hypothek auf´s Haus kommt definitiv nicht in Frage, da auch eine Hypothek zurückgezahlt werden muss, und meine Einnahmen ja begrenzt sind. Außerdem möchte ich grundsätzlich keine Schulden haben. Also bleibt erst einmal alles so, wie es ist.

Ich mache das, was ich kann und was möglich ist. Alles andere muss warten,,,,

Ich war schon ziemlich fleißig und habe einiges geschafft. Die Entscheidung, wieder mal Antidepressiva zu nehmen, war eine gute Entscheidung. Ich kann wieder klar denken, habe mehr Antrieb und bin wieder die Alte….. gut so!

Auch der Gedanke auf die bevorstehende Überwinterung in Spanien hilft, mich aus dem Tief zu bringen. Noch ist einiges zu tun, aber das bekomme ich in den Griff. Auch die anstehenden Termine werde ich einhalten können.

Was noch nicht funktioniert, und eigentlich noch niemals wirklich funktioniert hat, sind Menschenmassen. Am Samstag war ich auf der Geburtstagsparty einer Freundin eingeladen. Ich habe mir fest vorgenommen, dort hin zu gehen und habe sogar anderen Bekannten abgesagt, die mich an diesem Tag besuchen wollten.

Um 18 Uhr sollte die Party steigen. Um 17 Uhr bekam ich eine Panikattacke mit Hitzewallungen, Zittern, Übelkeit, Schmerzen und Durchfall…. Nichts ging mehr. Der Gedanke, das ich viele Menschen treffen werde, hat diesen Zustand ausgelöst.

Solche Attacken kenne ich seit fast 40 Jahren. Das schränkt natürlich ein, da viele Dinge nicht möglich sind. Konzerte z. B. sind nicht machbar, da ich die Tickets ja schon Monate im Voraus kaufen muss und dann am Tag des Konzerts nie weiß, ob ich es schaffe oder nicht. Aber auch Weihnachtsmärkte, Großveranstaltungen und selbst der Besuch eines Shoppingcenters ist für mich nicht oder nur bedingt möglich.

Ich habe mich damit arrangiert und lebe sehr gut damit. Ich habe schon vor vielen Jahren beschlossen, das meine Krankheiten mich so wenig wie möglich dominieren. Sie sind immer da und ein Teil meines Lebens. Hin und wieder muss ich ihnen eben mal Nachgeben. Aber beherrschen lasse ich mich von ihnen nicht!

Immerhin liebe ich ja den Kontakt zu anderen Menschen sehr, aber immer in Homöopathischen Dosen. Drei oder vier Menschen gleichzeitig sind für mich absolut problemlos. Ganz im Gegenteil genieße ich das sogar. So hatte ich am Sonntag richtig netten Besuch von 2 Camperfreunden, die ich in Spanien kennenlernen durfte, und die hier im Heimathafen fast meine Nachbarn sind. Es war ein wunderschöner Nachmittag, den ich absolut genossen habe.

Langsam rückt ja meine Abreise auch näher. Bis September ist es nicht mehr weit. Noch ist das BonnyMobil nicht vollständig eingeräumt, aber viel fehlt nicht mehr. Ich habe lange über die Ausstattung meiner alten Transe nachgedacht und die meisten Dinge, die bei den vorherigen Reisen unerlässlich erschienen, bleiben dieses Mal hier. Weniger ist manchmal doch mehr. Es ist ja nicht so, das es in Spanien nichts gibt. Wenn ich wirklich etwas dringend brauche, habe ich immer die Möglichkeit, es auch dort zu besorgen.

Was ich allerdings in Mengen mitnehmen werde ist Zigarettenpapier und Teelichte. Beides ist in Spanien nämlich richtig teuer. Und da ich ja chronisch auf Sparkurs bin, werden diese Dinge hier besorgt.

Auch Bonny freut sich auf die nächste Überwinterung. Ich denke, auch sie vermisst den Strand und das Meer. Natürlich genießen wir Beide momentan auch hier den Sommer und das schöne Wetter. Auch jetzt sitzen wir draußen auf der Terrasse und erfreuen uns an den hohen Temperaturen und der Sonne. Aber das Meer fehlt schon!

Auch hat Bonny ja im August noch einen Kontrolltermin bei unserem Lieblingstierarzt. Ich habe nicht das Gefühl, das die Knötchen am Gesäuge gewachsen sind. Allerdings sieht und fühlt unser Dr. von Praun ja doch mehr als ich. Auch ich muss noch einige Arzttermine absolvieren. Das habe ich bis jetzt immer ein bisschen aufgeschoben, aber nun muss ich das wirklich durchziehen.

Übrigens hätte es diesen Bog fast nicht mehr gegeben. Die Seite ist abgestürzt und ich habe es nicht geschafft, die Fehler, die ich in den letzten Jahren produziert habe, zu beheben. Mein Provider wollte mir da auch nicht helfen. Es hätte mir in der Seele leid getan, wenn es den TeamBonnyMobil Blog nicht mehr gegeben hätte. Dann hat mir ein befreundetes Paar geholfen und der Seite auch ein viel schöneres Erscheinungsbild verpasst, wie Ihr ja seht! Wie gefällt es Euch? Ich freue mich darauf, Eure Kommentare zu lesen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: