Was das Team BonnyMobil antreibt, mit kleinem Budget zu reisen..

Bei den Vorbereitungen für unsere Reisen habe ich immer wieder gehört, wie viel Geld man braucht, um ein glückliches Leben in Spanien haben zu können. Da sind die Kosten für Diesel, Campingplätze, Essen und Trinken und den einen oder anderen Luxus.

Bei unseren Recherchen und bei den Interviews, die wir im Vorfeld führten, wurden uns Summen genannt, die uns unglaublich erschienen. Teilweise bis zu 3000 Euro Monatlich veranschlagten die Wohnmobilisten für ihre Überwinterung in Spanien.

Das zweibeinige Teammitglied kam natürlich ins Grübeln, ob es denn auch mit deutlich weniger funktionieren kann. Dann lernten wir durch das Internet auch Menschen kennen, die es auch mit wesentlich kleineren Summen hin bekamen, den Winter hier zu verbringen.

Trotzdem war ich im Zweifel. 350 Euro ist wahrlich keine große Summe. Wird es reichen? Ich bin genügsam. Für Lebensmittel gebe ich auch zuhause, in der Villa Chaos, nicht all zuviel Geld aus. Es gab vor vielen Jahren magere Zeiten, da lebte ich monatelang nur von Haferflocken und Nudeln, weil das Geld extrem knapp war.

Hier in Spanien kann ich Obst und Gemüse sehr günstig auf den Wochennmärkten kaufen. Im Winter ist die Zeit der Citrusfrüchte und da bekommt man z.B. ein Kilo Mandarinen teilweise schon für 90 Cent. Genauso ist es mit Orangen und Zitronen. Auch Tomaten und andere Gemüsesorten sind viel günstiger als in Deutschland. Wenn ich überlege, das ich in der Heimat für eine Avocado über einen Euro bezahle, bekomme ich hier ein Kilo für unter 2 Euro.

Auch andere Grundnahrungsmittel sind hier ein bisschen günstiger als bei uns. Für Käse und Wurst bezahle ich genauso viel. Fleisch ist sogar noch ein bisschen teurer. Aber da ich keine ausreichende Kühlung habe, kommt der Genuss von Fleisch und Fisch eh nur selten vor.

Auch das BonnyMobil ist sparsam. Mit einer Dieselfüllung kommen wir schon etwa 900 km und da wir ja nicht jeden Tag fahren und auch mal einige Tage stehen oder nur kurze Strecken fahren, ist auch das im grünen Bereich. Diesel kostet in etwa so viel, wie in Deutschland auch. Um die 1,25 Euro bezahle ich hier für ein Literchen. Öl, Servoöl, Scheibenreiniger und alles, was das BonnyMobil noch so braucht, habe ich dabei.

Bonny braucht ihr Hundefutter und natürlich ihre Leckerchen. Trockenfutter und Dosenfutter sind genauso teuer wie in Deutschland. Also auch das ist möglich.

Was wirklich ein bisschen ins Geld geht, ist mein Zigarettenkonsum. Natürlich weiß ich, das ich aufhören sollte. Aber als Jahrzehnte als Raucherin ist das nun nicht wirklich einfach, und neben meiner Kaffeesucht auch mein einziges Laster.

Was bei unserem Budget natürlich nicht geht, sind die Ausgaben, die man so in einem normalen Urlaub hat. Mehrfach in der Woche in ein Restaurant zu gehen ist beim Team BonnyMobil sowieso nicht im Gespräch, da wir ja alleine unterwegs sind. Auch in Deutschland würde ich nie alleine in ein Restaurant gehen.

Hin und wieder gönne ich mir mal eine Tasse Cafe con leche in einem netten kleinen Cafe. Aber auch das kommt höchst selten vor. Und auch da hält sich der Preis wirklich in Grenzen. Im Durchschnitt 1,50 kostet so ein Käffchen und das reißt nun kein großes Loch in die Reisekasse.

Natürlich ist auch ein Notgroschen mit an Board. Wenn wirklich mal etwas sein sollte, ist das Team BonnyMobil auch da ein bisschen abgesichert.

Also mit Viel Geld kann Jeder… wir versuchen es mit unserem Budget. Das schönste ist doch eh, am Meer zu sein, die Sonne zu genießen und das Leben zu spüren…. und das ist mit Geld nicht zu bezahlen!

4 Meinungen zu “Was das Team BonnyMobil antreibt, mit kleinem Budget zu reisen..

  1. Judith
    Dein letzter Absatz trifft es auf den Kopf.
    Kaufen kann man sich vieles, nicht aber Gesundheit, wirkliches Glück und Freiheit (empfindet jeder anders).
    350€? WOW
    Hoffe ich komm auch mit ca. dieser Betragshöhe aus, das wäre Klasse.
    Gruß Dieter
    PS: Wäre interessant zu erfahren, was alles genau im von dir genannten Betrag enthalten ist. Sprit, ist Logisch, nicht inkludiert 😉

    1. Also die Solaranlage fällt jetzt natürlich nicht in diesen Betrag. Die hab ich mir im Vorfeld schon zusammen gespart. Aber alles, was zum täglichen Leben so anfällt…. Alles, was Du auch daheim benötigst und was allgemein als Haushaltsgeld gilt. Das funktioniert… Wenn Du Frei stehst, und keine Stellplatzkosten hast, wenn Du Dich selber verpflegst, unterwegs nicht noch dauernd Klamotten oder andere Dinge haben willst, die Du siehst und gut auch Nein sagen kannst…

      1. Hallo Judith
        Herzlichen Dank für deine schnelle Antwort.
        Solar war mir schon klar und jetzt auch der Rest.
        Du stehst aber vereinzelt auch auf SP/CP.
        Das zählt dann zu „Solar“ ? 😉
        Gruß und Danke
        Dieter

        1. Nein. Ich stehe hauptsächlich frei. Es sei denn, das ich Bekannte auf Sp treffe. Cp vermeide ich komplett. Und die Kosten für Sp gehen von den 350 Euro ab.

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