8. Tag in der Carolinenbucht – Was muss das muss, ob ich will oder nicht

6. Januar 2020

Heute ist Feiertag und alle Geschäfte haben geschlossen. Das hält Mrs. Porta Potti aber nicht davon ab, den absoluten und ultimativen Aufnahmestop auszurufen. Nichts…. garnichts geht mehr. Also ist heute der Tag, an dem das Team BonnyMobil ihre geliebte Bucht für ein paar Stunden verlassen muss. Feiertag hin oder her.

Anibal – die spanische Tankstelle und mehr unseres Herzens hat geöffnet. Also nichts wie hin. Nichts wie hin bedeutet beim Team BonnyMobil erst einmal aufräumen und Ladung sichern. Nach etwa einer Stunde ist das dann auch schon geschehen. Normalerweise geht es schneller, aber da wir ja immer durch unsere lieben Nachbarn unterbrochen werden und mit ihnen noch einen Kaffee und eine Zigarette genießen, dauert es halt ein bisschen. Die Nachbarn müssen ja auch informiert sein, damit sie unseren Platz beschützen und alle hier parken wollenden Camper unter Einsatz ihres Lebens vertreiben. Wofür hat man Nachbarn.

Bei Anibal sollte es relativ schnell gehen. Viel wird da heute am Feiertag nicht los sein. Falsch…. völlig Falsch…. Bei Anibal ist die Hölle los. Scheinbar haben alle Camper im Umkreis von 50 km ebenfalls Stress mit ihren Mrs. Porta Pottis. Außerdem scheinen die kalten Nächte auch ihren Tribut zu fordern, den das Gas ist alle. Fläschchen füllen ist nicht… Manjana…. also morgen erst wieder.

Gut. Fläschchen ist auch nicht so wichtig. Waschmaschine ist wichtiger. Und Glück gehabt… eine ist noch frei. Alles rein, einschließlich die Jogginghosen vom Nachbarn. Die haben wir nämlich gleich mitgenommen. Für drei Hosen eine 6 kg Waschmaschine anzuwerfen wäre echt blöd. Passt.

Dusche ist auch frei, also bekommt das zweibeinige Teammitglied erstmal eine Grundreinigung. Herrlich….. Heiße Dusche…..

Dann noch Mrs. Potti versorgen und alle Flaschen mit Trinkwasser auffüllen und der Tag ist gerettet.

Die Waschmaschine ist auch fast fertig, allerdings gibt es bei 3 Waschmaschinen nur einen Trockner und der läuft gerade ….nicht mit unseren Klamotten. Und dieses Trockenmonster braucht lockere 55 Minuten. Es wäre sooo schön gewesen. Aber gut… nun heißt es warten.

Wie eine Tiegerin schleicht das zweibeinige Teammitglied um den Waschraum, um ja nicht zu verpassen, das der Trockner frei wird. Hier muss man Achtsam sein. Trotzdem sind auch hier einige nette Gespräche drin. Mit einem jungen Mann habe ich mich fast 40 Minuten in Englisch unterhalten, bis wir beide merkten, das wir aus Deutschland sind.

Nach weiteren 55 Minuten war dann wirklich alles erledigt. Das Team BonnyMobil konnte zufrieden, sauber und glücklich wieder zur Lieblingsbucht zurückkehren. Unser Plätzchen war auch noch frei, und den Rest des Tages konnte sich das zweibeinige Teammitglied von den aufregenden Pflichten einer Hausfrau erholen. Als Camper hat man aber auch einen Stress!

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