Von Fleury nach Roses – Adieu France , Buenos Dias Espania

27. November 2019

Das Team BonnyMobil hat heute Mittag die Spanische Grenze überquert! Spanien hat uns wieder. Und wieder ist unser erster spanischer Stopp in Roses. Auch das Team BonnyMobil ist ein Gewohnheitstier.

Allerdings sind wir mittlerweile Pfiffiger. Getankt haben wir diesmal hinter der Grenze in Spanien. Hier kostet das Literchen Diesel eben mal 30 Cent weniger. Und das macht sich schon bemerkbar. 80 Euronen hat das BonnyMobil geschluckt, ist dafür aber auch Randvoll.

Heute Morgen hat Bonny mich geweckt. Um 5 Uhr. Nicht, weil irgendwie Gefahr in Verzug war, nein…. die Dame wollte an den Strand. Um 5 … im Dunkeln….. Nach einigen Überredungskünsten, konnte ich sie dazu bewegen, noch 2 Stündchen zu schlafen. Allerdings war es um 7 Uhr auch noch nicht viel heller, und so hab ich mich dann einfach noch mal umgedreht und noch das eine oder andere Stündchen schlummernd dran gehängt. Gegen 9 Uhr hat Bonny dann endgültig gewonnen. Sie bekam ihren Willen und ihren Strandspaziergang.

Danach gab es noch Frühstück und das obligatorische einpacken. Mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt und vergesse nicht mehr dauernd, die Schränke zu schließen. Aus Erfahrung wird man ja bekanntlich Klug. Und in der Vergangenheit ist mir schon öfter das eine oder andere Marmeladenglas um die Ohren geflogen.

Ein paar Momente habe ich überlegt, ob ich in Fleury noch eine Nacht bleiben werde, aber da ich gelesen habe, das in Andalusien gerade 25 Grad sind, fiel die Entscheidung nicht wirklich schwer.

Es wird jetzt auch Tag für Tag wärmer. Noch ist das Wetter nicht T-Shirt tauglich, aber wir kommen der Sache näher.

Gestern habe ich mal keinen Schlafplatz für heute ausgesucht. Das wollte ich dann heute spontan erledigen. Aber Spontan ist immer so eine Sache. Schon im letzten Jahr ist mir aufgefallen, das es hier in Roses keine kommunalen Stellplätze gibt. Aber meine Park4Night App wird mich nicht im Stich lassen …. dachte ich.

Park4Night ist toll und auch extrem Umfangreich. Eigentlich ist für jeden etwas dabei. Aber man braucht schon ein bisschen Zeit, um sich quer durch die Beurteilungen und Kommentare zu lesen. Und jeder Mensch findet andere Dinge schön.

Es gibt eine Kategorie „ In der Natur“ . Diese Kategorie gefällt dem Team BonnyMobil am Besten. Wir haben auch den einen oder anderen Platz gefunden. Einer dieser „Traumorte“ sollte in der Nähe von Cap Norfeu sein.

Cap Norfeu ist ein Kap im Naturpark Cap de Creus an der Costa Brava in Katalonien, Spanien, zwischen den Ortschaften Roses im Westen und Cadaqués im Osten. Das Cap Norfeu bildet den südöstlichsten Punkt der Halbinsel Cap de Creus.

Schon die Anfahrt dahin war wieder Abenteuer pur. Unbefestigte Straßen fürchten wir ja mittlerweile nicht mehr. Und Straßen so breit, das schon zwei Fahrradfahrer, die sich entgegen kommen, ein Problem haben, schocken uns auch nicht mehr. Aber Beides zusammen, und das bergauf, ist schon eine Hausnummer. Doch das BonnyMobil macht das schon. Irgendwie wurde nach einigen Kilometern das Nirgendwo immer mehr. Nach etwa 10 km …. in 35 Minuten… haben wir dann auch den hochgelobten Platz gefunden. Kein Mensch weit und breit. Aber Landschaftlich ein Träumchen. Allerdings Einsamkeit pur. Wenn wenigstens ein Camper irgendwo rumgestanden hätte, wäre das für das Team BonnyMobil OK gewesen. Aber so ganz alleine….

Der Schlaue Teil vom Team BonnyMobil hat dann entschieden, das wir dann doch lieber wieder in die Zivilisation zurückkehren.

Allerdings war es mittlerweile schon Nachmittag und bis auf das BonnyMobil hatte der Rest Hunger. Nur wohin. Roses ist eine schöne Stadt, hat aber extrem viele Höhenbeschränkungen auf den öffentlichen Parkplätzen. Und Bonny wollte ja unbedingt wieder an den Strand. Noch mehr Plätze anfahren und schauen, wollte das zweibeinige Teammitglied nicht. So haben wir beschlossen, Nahe des Centrum von Roses, direkt auf einem Parkplatz in einer Seitenstraße zu parken und nun testen wir mal an, ob wir hier eine ungestörte Nacht verbringen können.

Sollte das Experiment gelingen, und davon gehe ich mal stark aus, tun sich für das BonnyMobil ganz neue Möglichkeiten auf.

Die Stadt Roses liegt in der autonomen Region Katalonien in Spanien und hat 19.216 Einwohner. Sie ist in der Comarca Alt Empordà am Nordrand des Golfes von Roses in der Provinz Girona gelegen.

Nun stehen wir hier schon einige Stunden, haben lecker Käsebrot gegessen und einen schönen Abendspaziergang unternommen. Bis jetzt ist alles Gut. So wird es auch bleiben. Allerdings habe ich heute den ersten Sturzflug gemacht. Ich war so fasziniet von einem Mann, der uns in Shorts und Barfuß entgegen kam, das ich die Bordsteinkante übersehen habe und auf die Knie gegangen bin. Ergebnis ist nun ein dicker blauer Fleck. Der Mann war übrigens Franzose und wollte mir alten Frau sofort wieder auf die Beine helfen.

Morgen suchen wir uns dann mal einen Geldautomaten, und schauen uns nochmal das Städtchen an. Vielleicht gönnt sich das zweibeinige Teammitglied dann auch ihren ersten Cafe con Leche in einem netten Cafe. Morgen möchte auch Mrs. Porta Potti zu ihrem Recht kommen. Eine Entsorgungsstelle in der Nähe haben wir schon gefunden.

Langsam wird es ruhig in meiner kleinen Straße und auch das Team BonnyMobil wird sich einen gemütlichen Abend machen.

4 Meinungen zu “Von Fleury nach Roses – Adieu France , Buenos Dias Espania

  1. Ich war im Oktober dort in der Ecke (aber nicht mit Wohnmobil). Wunderschön ist es auch in Cadaqués, Dalìs Heimatdorf. Das liegt direkt hinter Roses, nur einmal über den Berg rüber. Überhaupt kommen da hinter den Bergen wunderschöne kleine Orte und traumhafte Bergwelten und Strände. Besonders schön ist auch die Gegend um Far de Punta Sarnella (und als ich im Okt. dort war menschenleer). Ich könnte schon wieder losfahren… Genießt Eure Zeit dort! Viele Grüße, Marion

    1. Vielen Dank für dieTipps. Ja, ich liebe auch die kleinen uralten Dörfer, die abseits von den Routen liegen, und die niemand kennt. Auf solchen Wegen haben wir auch schon die tollsten Orte und Buchten entdeckt.

      Ich mag es ja auch, die kleinen Straßen zu nehmen, und nicht die großen Autobahnen. Wir sehen einfach viel mehr…Und wir haben ja die Zeit.

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