Von Bourg en Bresse über Gervans nach Montelimar – Kurze Nacht, langer Tag

25.November 2019

Das Team BonnyMobil mag Alle und Jeden….. bis gestern Nacht. Französische Schausteller haben in unserer Beliebtheitssala enorm an Punkten verloren.

Unser Gute – Nacht – Platz in Bourg – en – Bresse war ja gar nicht so schlecht. Wir waren eben nur am falschen Tag dort. Gerade als wir ankamen, endete der Martins Markt und alle Schausteller wollten gleichzeitig ihre Zelte abbrechen. Es wurde geladen, gepackt, rangiert, Tinyhäuser auf 30 Tonner verladen und in französisch diskutiert, gerufen und gelacht.

Wäre ja alles nicht so schlimm… aber der Aufbruch dauerte die ganze Nacht. So gegen 2 Uhr kehrte bisschen Ruhe ein. Aber Schausteller sind fleißige Leute und so ging es um 4.30 wieder los. Das Team BonnyMobil, speziell das zweibeinige Teammitglied hat allerdings genug Kaffee im BonnyMobil, um diese Nacht gut zu überstehen. Gegen 5 Uhr war dann auch der Rest des Teams wach und so kamen wir heute morgen wirklich früh los.

Unsere Routenplanung sah etwa 150 km vor. Wir hatten uns einen kleinen Stellplatz in Gervans ausgesucht. Ein winzig kleines Dorf mit etwa 550 Einwohnern, im Département Drôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Gervans gehört zum Arrondissement Valence und zum KantonTain-l’Hermitage. Die Einwohner werden Gervanois genannt. Die Rhone läuft direkt an dem Dorf vorbei. Die Karte und unsere Lieblings – Gute – Nacht – App Park4Night waren vielversprechend.

Auch nach einer wirklich schlaflosen Nacht konnte ich die Fahrt richtig genießen. Wir haben uns für eine andere Route als im letzten Jahr entschieden. Es ging immer an der Rhone entlang. Natürlich wären wir auf der anderen Strecke schneller gewesen, aber wir sind nicht auf der Flucht, und die Zeit ist unser Freund! Die schöne Aussicht entschädigte uns für die enge Straße und die 50 km/h die wir die meiste Zeit gefahren sind.

Da wir ja so früh und ohne Frühstück aufgebrochen sind, kamen wir dementsprechend auch früh an. Als wir den Stellplatz in Gervans erreichten, läutete es gerade Mittag. Zum übernachten ein bisschen zu früh. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite, es waren lockere 12 Grad und was gibt es da Besseres als einen kleinen Spaziergang durch das Dorf und eine schöne Mittagspause mit einer gepflegten Tasse Kaffee in der Sonne. Und weil es so schön war, gab es auch noch ein kleines Mittagessen in Form von Haferflocken mit Banane fürs Frauchen und lecker Hundefutter für Bonny. Wobei ein Großteil der Banane auch in dem vierbeinigen Teammitglied verschwand. Ich kann bei solch niedlichen Hundeaugen eben nicht „Nein“ sagen.

Nach einer gemütlichen Sonnen – Stunde ging es dann weiter immer an der Rhone entlang zu unserem nächsten Ziel und Nachtplatz. Auch hier haben wir wieder die Park4Night App zurate gefragt. etwa 60 km weiter in einem Dorf mit dem witzigen Namen Le Teil sollte es einen alten Campingplatz geben, der zum Stellplatz für durchreisende Wohnmobilisten umgewandelt wurde. Gab es auch. Allerdings haben Dauercamper diesen Platz für sich entdeckt und eine Enklave daraus gebastelt. Das Team BonnyMobil wurde mit ganz bösen Blicken begrüßt und selbst mein BonnyMobil wollte ganz schnell dort wieder weg.

Also ging es weiter nach Montelimar. Hier war ja am vor 2 Wochen ein schweres Erdbeben, wobei sogar eine Person durch herabfallende Felsen verletzt wurde. Aber alles ist wieder gut.

Montelimar ist eine Kleinstadt und liegt am Rande der Provence, im Tal der Rhone, zwischen Valence und Orange. Am westlichen Stadtrand verläuft ein schiffbarer Abkürzungskanal der Rhône, der nach der Stadt Canal de dérivation de Montélimar benannt ist. In diesen mündet auch der Nebenfluss Roubion ein, nachdem er Montélimar durchquert hat. Berühmt ist Montelimar für sein Nougat. Da überlegt das Team BonnyMobil … hauptsächlich das zweibeinige Teammitglied…. ob ein paar Stücke dieses köstlichen Naschwerks morgen mit auf Reisen gehen. Wobei ich mir da fast sicher bin, das diese Leckerei Spanien niemals erreichen wird!

Hier stehen wir nun, mitten in Montelimar, und verbringen die Nacht auf einem netten Stellplatz, der allerdings nur Nett ist, wenn es nicht geregnet hat. Ansonsten ist hier eher eine Schlammschlacht angesagt. Zur Zeit ist es aber trocken und bei unserer Ankunft waren es freundliche 14 Grad.

Morgen werden wir einige Kilometer mehr fahren. Wir möchten gerne bis kurz hinter Beziers fahren, da langsam die kommunalen Stellplätze knapp werden. Zwischen Orange und Beziers gibt es auf unserer Route gar keinen mehr. Von hier bis zu unserem neuen Gute Nacht Lager in Coursan sind es etwa 260 km. Das ist wirklich zu schaffen.

Das BonnyMobil bekommt vorher noch einmal ein paar Literchen Diesel, obwohl ich meine alte Transe ja heute schon gefüttert habe. Aber ich habe wieder mal das französische Tanksystem nicht verstanden. Beim ersten Versuch bei Intermache wollte der Tankautomat nicht Englisch oder Deutsch mit mir reden, und so hab ich mein Girokarte wieder eingepackt und bin weiter gefahren, da ich nicht wußte, was nun genau der Automat von mir wollte. Beim nächsten Stop an einer Total-Tankstelle mit richtigen Menschen in dem Bezahlschalter habe ich mich mit der Menge verschätz, die das BonnyMobil bis Tank Voll brauchte. Hier ist es so, das jeder Kunder erst bezahlen muss, und dann erst Tanken kann. Macht Sinn, da so Betrug vermieden wird. Ich sagte dann der netten jungen Frau, das ich gerne für 50 Euro tanken würde, aber mein kleiner Schluckspecht hätte auch gerne für 70 oder 80 Euro Diesel vernascht. Aber alles gut… dann gibt es morgen eben noch ein paar Liter extra!

Heute genießen wir erst einmal den Abend und die Nacht und morgen geht es dann weiter… mit oder ohne Nougat im Gepäck.

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