Ruhetag in Arenys de Mar – Entspannung und verrückte Touristen

30. November 2019

Das Team BonnyMobil hat heute mal einen gepflegten Ruhetag eingelegt. Nach 10 Tagen on the Road war das auch nicht die verkehrteste Entscheidung.

Bonny durfte sich den halben Tag am Strand austoben und ihr Netzwerk mit vielen verschiedenen Hunden aller Couleur ausweiten, wobei Frauchen mal wieder das komplette Hundespielzeug in der Villa Chaos vergessen hat. Außer dem Leckerchen – Apportier – Beutel haben wir nichts dabei. Böses Frauchen! Die logische Schlussfolgerung ist dementsprechend, am Montag den nächsten chinesischen Krims – Krams – Shop anzufahren und die diversen Bällchen, Wurfgeschosse, Zerrseile und alles andere, was der Laden so hergibt, aufzukaufen. Nur eine glückliche Bonny ist eine gute Bonny!

Die Chinabasare gibt es in Spanien an jeder Ecke. Dort bekommt man alles, was der chinesische und mittlerweile auch europäische Mensch so braucht. Vom Abendkleid bis Zündhölzern gibt es nichts, was es nicht gibt. Ich liebe diese Läden. Zum einen herrscht dort Chaos pur und nur der Besitzer weiß, wo alles zu finden ist und zum anderen macht es richtig Spaß dort zu kramen, und Dinge zu entdecken, die kein Mensch braucht.

Während der Hund am Strand spielte und sich immer wieder lautstark beschwerte, das jeder anständige Hund einen Ball hat, nur eben die arme Bonny nicht, konnte das böse Frauchen mehr oder weniger ungestört weiter ihrer drittliebsten Beschäftigung frönen. Der Thriller, den ich vor einigen Tagen angefangen haben, wird auch immer spannender.

Zwischen den Kapiteln, bei einem Blick in die Runde sah ich es dann. Das Grauen war plötzlich nicht mehr in meinem Buch, sondern direkt vor mir.

Menschen, die am letzten Novembertag im Mittelmeer schwimmen gehen. Zuerst dachte ich, ich habe eine Erscheinung. Sonnenstich war mein erster Gedanke. Aber bei 16 °C ist ein Sonnenstich so gut wie ausgeschlossen. Das, was ich sah, war die blanke Realität. Ich war nur mit den Füßen im Wasser und hatte schon das Gefühl, das das Mittelmeer kurz vor dem Gefrierpunkt steht. Diese Menschen warfen sich komplett in Bikini und Badehose in die Fluten.

Das können nur Touristen sein. Die Einheimischen, die einen gemütlichen Strandspaziergang machten, sahen nämlich alle so aus, als gingen sie gerade zum Apreski! Dicke Pelz besetzte Daunenwinterjacken, Handschuh, Mützen und zum Teil Ohrenschützer prägten das Bild am Strand. Nur die ganz sportlichen Jogger liefen in Designer – Laufanzügen mit dreiviertel Leggins und atmungsaktiven T-Shirts durch die Gegend.

Meine kurzen Hosen liegen noch ganz unten in der Kiste und auch T-Shirts gibt es momentan nur mit langen Ärmeln. Ich fand mich schon extrem mutig, das ich ohne Socken in die Laufschuhe gestiegen bin, und die Jacke sowie die Weste im BonnyMobil gelassen habe. Ein bisschen Verrückt bin ich ja auch. Hab meine Jeans bis zu den Knöcheln hochgekrempelt. Aber jetzt, bei den Temperaturen ins Wasser zu gehen. Never Ever!

Nach diesen Erlebnissen stand mir der Sinn nach etwas Heißem. Also hat das Teammitglied mit den Händen heute mal etwas Feines gekocht. Endlich kam dabei auch mein fast neuer, geliebter Omnia – Campingbackofen zum Einsatz.

Es gab geschmorte Möhren und Bratwurst. Lecker, gesund und alle Zutaten vorhanden. Die Möhren haben ja schon die komplette Reise mitgemacht und da so eine Möhre ja doch einiges an Platz in so einem kleinen BonnyMobil braucht, mussten sie sich heute opfern. Die Bratwurst ist hier in Spanien zur Bratwurst geworden. Die haben wir gestern gekauft. Viel mehr braucht es ja nicht, für so ein Luxusessen.

Die Zubereitung dieser Delikatesse ist denkbar einfach. Möhren schälen, in Scheiben hacken und in den Omnia stapeln, Mit ein paar Gewürzen und etwas Brühe schmackhaft machen, Bratwurst über das Ganze drapieren, Gas einschalten und das war es. Nun heißt es warten und die Zeit nicht vergeuden, sondern weiter den Thriller schmökern.

Zum Kochen gehört natürlich auch ein Weinchen. Das hat sich die Teamköchin dann auch in Form eines netten Prosecco gegönnt. Am liebsten hätte ich den ja noch mit einem Eierlikör verfeinert, aber wie mir die Vergangenheit zeigte, ist Eierlikör mit Prosecco tierisch lecker, aber knallt auch ganz enorm ins Schädelchen.

Das Essen war köstlich. Verfeinert wurde es noch mit einem Klecks Jogurt. Leider, aus Gründen der Kleidergröße, nur 1,5 % Fett. Mit 10% Fettanteil wäre es natürlich noch ein bisschen besser gewesen.

Nach dem Essen sollst Du Laufen…. Das haben wir dann auch noch getan. Sinn und Zweck dieser Aktion war es, den Sonnenuntergang zu bestaunen. Der war aber wohl auch gerade beim Essen, denn Sonnenuntergang ist heute ausgefallen. Wenige Minuten, bevor die Sonne im Meer verschwinden sollte, um morgen auf der gegenüberliegenden Seite wieder aufzutauchen, hat sich eine Wolkenwand gebildet und nix war mit Ohhhh und Ahhh….

Auf dem Rückweg zum BonnyMobil haben wir dann noch die Bekanntschaft einer deutschen Mutti mit Kind und Hund gemacht, die seit vielen Jahren hier im Ort lebt. Sie lud uns ein, morgen mit ihr zusammen den Weihnachtsmarkt der örtlichen Waldorfschule zu besuchen. Da ich mich aber kenne und weiß, das ich den Bastelarbeiten, Leckerchen und Weihnachtskram nicht wiederstehen kann, habe ich dankend abgelehnt. Jetzt noch einen selbstgebastelten Tannenbaum, Weihnachtskrippe und Rentierschlitten im BonnyMobil wäre doch ein bisschen viel.

Das Team BonnyMobil macht sich morgen auf den Weg in Richtung Tarragona. Wir wollen weiter in südliche Gefilde. Das Ebro – Delta erwartet uns. Für morgen haben wir uns aber erst einmal einen kostenlosen Stellplatz bei Tarragona ausgesucht. Am Montag geht es dann ins Delta. Darauf freue ich mich schon sehr. Nicht nur, das Barcelona dann hinter uns liegt, sondern auch auf die wunderbaren Dinge, die noch vor uns liegen.

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