13. Tag in der Carolinenbucht – Überraschungsbesuch, mit dem ich nie gerechnet hätte….

11. Januar 2020

Viele Einheimische und Dauerreisende sagen, das dieser Januar der kälteste Januar aller Zeiten ist. Ok, als alte Ruhrpottgöre bin ich natürlich wesentlich kältere Winter gewohnt und ich will nun hier auch nicht über die 16 Grad ohne Sonne und die 25 Grad mit Sonne meckern. Aber so morgens und abends im BonnyMobil ist es schon ganz schön kühl und dem Team BonnyMobil gehen langsam die Gaskartuschen aus.

Heute ist Samstag, und nach dem Vollmond haben wir hier in der Carolinenbucht eine Brandung, die schon ein bisschen an Portugal erinnert. Das wissen auch die Spanier, denn über Nacht ist unsere kleine Bucht zum Surferparadies mutiert. Etwa 10 knackige junge spanische Kerle, ihre Hunde und ihre Mädels haben sich zum Wellenreiten hier eingefunden und es macht so richtig Spaß, ihnen zuzusehen.

Das zweibeinige Teammitglied spielt ja immer noch mit dem Gedanken, in Portugal einen “ Seniorensurfkurs“ zu belegen, wobei man beim Surfen schon mit 35 Lenzen als Senior gilt. Was das zweibeinige Teammitglied übrigens doch sehr frustriert hat.

Um wenigstens etwas sportliche Ambitionen zu zeigen sind mein 44 jähriger Lieblingsnachbar, meine 55 Jahre plus unserer Hundemädchen, die zusammen auch schon fast stolze 24 Jahre auf dieser Welt ihr Unwesen treiben, dann mal zu einem gemütlichen Spaziergang aufgebrochen. Irgendwie ist es, als ob man in einem Dorf lebt. Jeder kennt jeden, überall bleibt man zu einem kleinen Plausch stehen und immer bekommt man die neusten Dorfnachrichten und Gerüchte zu hören. Die Wohnmobilgemeinde kennt sich.

Nach dem Spaziergang brauchte das zweibeinige Teammitglied erst mal einen Kaffee. Dieser stand noch nicht ganz auf dem Herd, da stoppte direkt hinter dem BonnyMobil ein PKW aus Cottbus. Noch leicht unter Schock des gestrigen Concorde – Nahangriffs wollte ich schon wieder in Kampfposition gehen, da erkannte ich, das ich den Typ, der aus dem Auto ausstieg, kannte.

Letzten Montag, beim Hausfrauentag, hatte ich ihn bei Anibal, der Hausfrauentagstation, kennengelernt und einen netten Plausch mit ihm gehabt. Das er mich besuchen würde, damit hab ich allerdings nicht gerechnet. Umso größer war die Freude, ihn hier zu sehen.

Markus erzählte mir von heißen Quellen in Santa Fee. Dort kann man direkt an besagten Heißen Quellen stehen und auch baden. Allerdings liegt Santa Fee im Hinterland in der Nähe von Granada, und das ist noch etwa 200 km entfernt. Aber die Idee, bei diesem kalten Wetter in heißem Wasser zu planschen hat schon einen gewissen Reitz.

Während wir so plauderten, trafen auch noch ein richtig liebes Ehepaar ein, die wir auch schon im letzten Jahr hier in der Carolinenbucht kennen lernen durften. Auch über dieses Wiedersehen haben wir uns alle sehr gefreut. Die Steinfurter mit holländischen Wurzeln haben uns im letzten Jahr eine Menge Überlebenstipps gegeben und schon damals hatten wir viel Spaß miteinander.

Solche Treffen und Erlebnisse sind der Grund, warum wir so gerne hier sind und warum wir uns hier so wohl fühlen.

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